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Unrecht aktuell - Krieg und Terror

Bushs "Kampf gegen den Terror" hat die Welt in ein neues Zeitalter geführt. Waren früher die Kommunisten die Bösen, so sind es jetzt die "Terroristen". Aber wie definiert sich überhaupt ein Terrorist? Und was ist der Unterschied zwischen einem "Terroristen" und einem Freiheitskämpfer? Wenn z.B. ein Land überfallen und hinterher besetzt wird, sind dann die dort heimischen Menschen, die sich gegen die Besatzung wehren, "Terroristen" oder Freiheitskämpfer? Man könnte meinen, sie sind Freiheitskämpfer, weil sie für die Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Heimat einstehen. Warum nennen wir dann aber jene Menschen "Terroristen"? Und wenn wir sie wirklich "Terroristen" nennen wollen; wer hat sie denn so ausweglos hilflos gemacht, dass sie zu derartig entsetzlichen Amoktaten in der Lage sind.

Der "Kampf gegen den Terror" ist doch in Wahrheit nur die Folge der systemischen Abgrenzung gegenüber andersdenkenden Religionen, Staaten und Nationen, die ihrerseits mit weltlichen und religiösen Terrorismen ihre Bevölkerung intellektuell und emotional verdummen und versklaven; der "Kampf gegen den Terror" ist in Wirklichkeit ein subtiler Terror der Staaten gegenüber den eigenen Bevölkerungen, der damit die Verabschiedung neuer Gesetze und Maßnahmen "legitimiert", der den Machterhalt noch weiter zu sichern hilft, die Abhängigkeit der Bevölkerung noch weiter vorantreibt und das Verwaltungs- und Informationsnetz noch dichter werden lässt. Hieraus wird ersichtlich, welchem Zweck, Vollüberwachung, Geheimdienste und unter Verschluss gehaltene Informationen tatsächlich dienen - beileibe nicht der Bevölkerung und deren Schutz, sondern ausschließlich dem Systemerhalt des jeweiligen politischen Klüngels. Betroffen von den Anti-Terror-Gesetzen sind daher nicht nur die "echten" "Terroristen", sondern vor allem auch die außerparlamentarischen Kritiker des herrschenden, elitären Systems.

Spätestens an dem Punkt, wo unbequeme Tierschützer mit Anti-Terror-Gesetzen mundtot und handlungsunfähig gemacht werden sollen (so geschehen in den USA, England und Österreich), entlarvt sich der Staat, respektive seine politische "Elite" selbst als "Feind" jedweder Demokratie.


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