Monsantos Grossangriff auf Unterfranken
Der US-amerikanische Konzern Monsanto hat es mit seinem umstrittenen Genmais MON810 vor allem auch auf meine Heimat Unterfranken abgesehen:
Mehr als 100 Hektar sollen im Kitzinger Landkreis mit genmanipulierten Mais von Monsanto bestückt werden. Als dies bekannt wurde, entstand schnell ein breites Aktionsbündnis gegen die “grüne” Gentechnik in Unterfranken. Bei einer “Schlepper-Demonstration” mit weit mehr als 100 Traktoren und vielen Hundert Teilnehmern hielt der Bundesvorsitzende des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), Herr Dr. Hubert Weiger, eine flammende Rede und kritisierte vor allem die CSU und die grenzenlose Profitgier der Gen-Konzerne.
Bioland, Naturland, Greenpeace, ödp, Freien Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und viele andere Organisationen zeigten dabei eindrucksvoll, dass in Unterfranken mit erheblichem Widerstand gegen die “grüne” Gentechnik zu rechnen ist.
Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im April 2007 selbst zugegeben hat, dass Besorgnis besteht, dass der Genmais MON810 der Firma Monsanto eine erhebliche Gefahr für die Umwelt darstellt, die rechtliche Genehmigungssituation zudem völlig unklar ist und die französische Regierung ihr angekündigtes Anbauverbot für Genmais in die Tat umgesetzt hat und in einer entsprechenden Anordnung den Anbau der Genmais-Sorte MON810 untersagte (das Verbot gegen die Maissorte des US-Herstellers Monsanto soll so lange gelten, bis die EU-Behörden ihre Anbau-Erlaubnis für MON810 überprüft haben), sollte auch die Bundesrepublik Deutschland endlich reagieren und den Anbau der Risikopflanze MON810 und dessen Inverkehrbringen verbieten. Derzeit berufen sich sechs EU-Staaten auf eine entsprechende Schutzklausel.