Krankheit auf dem Teller?
Gammelfleisch, BSE, MAP, Salmonellen, Dioxin, Quecksilber, E-coli…
In den letzten Jahren haben sich die Meldungen über »Tier-Seuchen« und so genannte Lebensmittelskandale regelrecht überschlagen. Und vor lauter Gammelfleisch-Schlagzeilen scheinen BSE, Vogelgrippe, Salmonellen, Trichinen, Medikamentenskandal, Dioxin und Quecksilber in den Hintergrund gerückt zu sein. Neu dagegen ist der Verdacht, dass Morbus Crohn mit MAP bei Rindern in Zusammenhang steht.
Die industrielle Massentierhaltung fördert die Ausbreitung von Krankheiten geradezu: Je enger die Tiere im Stall zusammengepfercht sind, desto eher stecken sie ihre Artgenossen an. Der Konsum von kontaminiertem Fleisch und Milchprodukten kann auch für den Menschen gefährlich werden.
BSE und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
Auch fast zehn Jahre nach der BSE-Krise treten immer noch BSE-Fälle bei Rindern auf. Und es gibt weiterhin Todesfälle bei Menschen: Im April 2008 starben in Spanien zwei Jugendliche an der menschlichen Variante des Rinderwahnsinns, der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD). Mindestens 164 vCJD-Tote gab es in den vergangenen 13 Jahren in Großbritannien, rund 20 Menschen starben in Frankreich. Weitere Fälle wurden aus Irland, Spanien, Portugal, Kanada, Holland, USA, Italien, Japan und Saudi-Arabien gemeldet.
Die BSE-Erreger können »mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit« beim Menschen die tödliche Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) auslösen. (Quelle: www.stern.de, 1.4.2008) vCJD-Kranke leiden unter ähnlichen Symptomen wie infizierte Kühe: Anfangs haben sie Schwierigkeiten bei der Körper-Koordination, hinzu kommen Sehstörungen. Mit der Zeit haben die Betroffenen Gedächtnislücken, später können sie sich gar nichts mehr merken. vCJD beim Menschen ist bislang unheilbar und führt meist innerhalb eines Jahres zum Tod. Die Inkubationszeit für eine Ansteckung kann allerdings 10 Jahre und mehr betragen.
Bis heute sind rund 200.000 BSE-Fälle bei Rindern bekannt geworden - die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich deutlich höher. Auslöser war die Verfütterung von Tiermehl aus Schlachtabfällen und Kadavern an Rinder.
Seit dem Jahr 2000 ist es in Deutschland verboten, Tiermehl und Tierfett an Masttiere zu verfüttern. 2001 hat die EU ein Verfütterungsverbot von Tiermehl erlassen. Doch 2008 hat der Deutsche Bauernverband die Bundesregierung aufgefordert, das Verbot für Tiermehl wieder zu lockern. Bereits im April 2008 wurde das Tiermehl-Verbot aufgeweicht: junge Rinder (die von Natur aus bekanntlich Pflanzenfresser sind!) dürfen wieder mit Fischmehl als Nahrungsmittelzusatz gefüttert werden. Das ist noch nicht alles: Im Mai 2008 hatte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer eine Lockerung des Tiermehlverbots in Aussicht gestellt - wegen steigender Preise für Futtermittel. Auf EU-Ebene ist der Minister damit auf offene Ohren gestoßen. Denn die Generaldirektion Landwirtschaft der Europäischen Kommission befürchtet einen Rückgang der deutschen Fleischproduktion in den nächsten zwei Jahren um 35 Prozent. Der Grund: Die hohen Preise für Futtermittel. Verschärft wird die Futtermittelkrise durch das »Gen-Problem«: Sojabohnen aus Nord- und Südamerika sind inzwischen in der Mehrzahl gentechnisch verändert - und strenge EU-Regelungen verhinderten bisher den Import. Und so plädiert Landwirtschaftsminister Seehofer auch in Sachen Gen-Futter für Änderungen… (Quellen: Das Parlament, 4.8.2008, Kieler Nachrichten, 16.08.2008)
Übrigens sind nicht nur Fleischprodukte Rinderwahn-verdächtig: Auch Gummibärchen, Joghurt oder Obstkuchen können rein theoretisch gefährlich sein, da sie Gelatine enthalten. Gelatine wird aus Schwarte sowie Haut und Knochen von Schweinen und Rindern hergestellt.
Und auch der Konsum von Milch könnte gefährlich sein: Schweizer Wissenschaftlern gelang es, Prionen-Proteine in Milch nachzuweisen. Damit stelle sich erneut die Frage nach dem BSE-Risiko von Milchkonsum. Mittels neuer Technologie »wurden sogar Prionen-Proteine in homogenisierter und pasteurisierter Milch aus dem Supermarkt vorgefunden«, so die Fachzeitschrift Medical Tribune. (Medical Tribune online, 27.2.2008)
Vogelgrippe
Zunächst tauchte das Vogelgrippevirus in Asien auf und forderte über 200 Todesopfer. Anschließend befiel es Vögel in Amerika, Afrika und Europa. Obwohl als »Schuldige« immer wieder die Wildvögel im Visier waren, ist die Ursache wohl eher in den katastrophalen hygienischen Bedingungen der Massentierhaltung zu suchen: In Ungarn und England tauchten die gefährlichen Viren vom Typ H5N1 in hermetisch abgeriegelten Geflügelmastbetrieben auf, in die kein Wildvogel Zugang hatte. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sieht darin ein deutliches Signal, dass sich die Seuche durch den Transport von Geflügel oder Geflügelprodukten verbreitet wurde. (Quelle: www.nabu.de) Wegen Vogelgrippe-Verdacht wurden 2007 in Bayern 205.000 Enten einer Massentierhaltung gekeult.
Vogelgrippe-Erreger können nicht einfach vom Tier auf Menschen überspringen. Doch Wissenschaftler schließen nicht aus, dass Menschen sich durch das Essen infizierter Hühner, deren Eier oder Puten infizieren können. Die möglichen Folgen reichen von Grippe-Symptomen bis hin zur tödlichen Lungenentzündung. Bei einer Erhitzung von über 70 Grad Celsius wird der Erreger abgetötet. Bedenklich ist daher Wurst mit Geflügelfleisch, wenn das Produkt bei der Herstellung nicht erhitzt wurde. Und: Der Erreger kann auch an Eierschalen oder in Tiefkühlgeflügel vorkommen. (Quelle: www.stern.de, 1.4.2008)
Paratuberkulose bei Rindern - und Morbus Crohn beim Menschen
An der chronischen Darmentzündung Morbus Crohn erkranken besonders junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren sowie ältere Menschen über 60. Die Krankheit beginnt mit Müdigkeit, Bauchschmerzen und Durchfällen. Es können Fieber, starker Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen auftreten, oft sind auch die Gelenke betroffen. Die Entstehung von Morbus Crohn ist noch nicht vollständig geklärt. Doch kürzlich forderte die »American Academy of Microbiology« in einem Report, dem dringenden Verdacht, dass der bei Rindern vorkommende Erreger Mycobacterium avium paratuberculosis (MAP) am Morbus Crohn beteiligt ist, mehr Aufmerksam zu schenken. MAP löst bei Wiederkäuern die Paratuberkulose aus. Diese unheilbare Darmentzündung hat sehr große Ähnlichkeit zum Krankheitsbild des Morbus Crohn beim Menschen. Die US-Wissenschaftler weisen in ihrer Studie darauf hin, dass bei Menschen, die an Morbus Crohn leiden, der MAP-Erreger siebenmal häufiger nachweisbar ist als bei gesunden Menschen. (Quelle: LME, 13.8.2008)
Bei infizierten Milchkühen wird der MAP-Erreger über die Milch ausgeschieden und erscheint so auch in Milch - und Milchprodukten. MAP ist sehr hitzeresistent und kann auch das Pasteurisieren der Milch überleben. Auch in Fleisch wurde MAP nachgewiesen.
Die Agentur für Risikoanalysen »Vose Consulting« hat im Sommer 2008 für das US-Agrarministerium die ökonomischen Folgen für den Fall abgeschätzt, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Paratuberkuloseerreger beim Rind und dem Morbus Crohn beim Menschen festgestellt wird - und dies von den Konsumenten wahrgenommen wird. Die Studie geht davon aus, dass die Konsumenten mit einem Verzicht auf Milch und Milchprodukte reagieren und dies zu Umsatzverlusten in der Milchindustrie führen würde. In ihrer Analyse haben die Autoren einen Rückgang beim Milchkonsum von bis zu 30 % in ihren Berechnungen berücksichtigt. (Quelle: AHO, 17.8.2008)
Die Paratuberkulose-Erreger sind sehr widerstandsfähig: Sie überleben in der Erde und in der Gülle. Daher sind selbst Vegetarier und Veganer nicht vor einer Ansteckung sicher, wenn sie Gemüse verzehren, das mit Mist und Gülle gedüngt wurde. (Quelle: AHO, 29.5.2008)
Antibiotika
Die Hälfte der Antibiotika, die in der Welt produziert werden, landen nicht etwa bei kranken Menschen, sondern in der Massentierhaltung - und dann im Fleisch der Tiere und mit der Gülle auf den Feldern, in den Böden, im Grundwasser. Mehrere tausend Tonnen Antibiotika werden jedes Jahr allein in der Europäischen Union an landwirtschaftliche Nutztiere wie Schweine, Rinder oder Geflügel verabreicht. Die Gefahr für den Menschen: Antibiotika-Resistenz.
»Die bisherigen Beobachtungen deuten darauf hin, dass der Gebrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung die treibende Kraft für die Entwicklung von Keimen darstellt, die gegen Antibiotika resistent sind«, warnte Wolfgang Witte vom deutschen Robert-Koch-Institut vor schon Jahren .
Bei Stichproben in deutschen Supermärkten wurde antibiotikahaltiges Fleisch entdeckt. (Quelle: Aktion Tier, 18.9.2006) Lebensmittelkontrolleure in Niederösterreich stellten fest, dass nahezu jeder dritte Fisch nicht den Lebensmittelauflagen entspricht. Immer häufiger wurden in den vergangenen Jahren Rückstände von Arzneien oder Antibiotika gefunden. (Quelle: ORF, 28.7.2008)
Chemiker haben nachgewiesen, dass die in der Tierzucht verwendeten Antibiotika durch die Gülledüngung sogar von Pflanzen aufgenommen werden und so in die menschliche Nahrung gelangen - mit gefährlichen Konsequenzen: Wird ein Mensch schwer krank und benötigt ein Antibiotikum, so zeigt dieses keine Wirkung mehr. (Quelle: AHO, 29.5.2008)
Dioxin in Milchprodukten und Fleisch
Immer wieder gibt es Meldungen über Dioxin in Fisch, Milch, Käse, Eiern und Fleisch. Dioxin entsteht unter anderem durch Müllverbrennung und Industrieabgase und gelangt über die Dioxinbelastung der Umwelt in den Nahrungskreislauf. Dioxin kann nicht nur Krebs auslösen, sondern auch das Immunsystem, Leber und Nervensystem schädigen.
Im Frühjahr 2008 sorgte der hohe Dioxingehalt in der Milch süditalienischer Büffel für Aufsehen. Weil aus Büffelmilch Mozzarella hergestellt wird, verhängten Japan und Korea einen Importstopp für Mozzarella aus dieser Region.
Quecksilber in Fisch
In allen Weltmeeren sammelt sich in Folge der industriellen Verschmutzung giftiges Quecksilber im Körper von Fischen an, das in ihrem Gewebe gespeichert wird.
Bei Menschen kann die Akkumulierung dieses Gifts zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen, darunter u.a. zu Hirnschäden, Gedächtnisverlust, Persönlichkeitsveränderungen, Zittern, Fehlgeburt und Entwicklungsschäden bei Föten.
Eine Studie der Ärztin Dr. Jane Hightower aus San Francisco zeigt, dass viele ihrer Patienten einen hohen Quecksilberspiegel und typische Symptome einer Quecksilbervergiftung aufwiesen. Sie beobachtete, dass die Symptome ihrer Patienten abnahmen, wenn diese aufhörten, Fisch zu essen. (Quelle: www.fischen-tut-weh.de)
Trichinen in Schweinen
Trichinen sind die Larven des Fadenwurms Trichinella. Der Fadenwurm ist ein Parasit und bevorzugt Haus- und Wildschweine. Menschen können sich mit dem Wurm anstecken, wenn sie infiziertes Fleisch oder Wurst essen. In der EU ist es vorgeschrieben, dass Veterinäre Schlachttiere auf Trichinen untersuchen. Allerdings wird nicht jedes geschlachtete Tier kontrolliert. Gilt ein Betrieb als amtlich trichinenfrei oder eine Region als wenig gefährdet, werden oft nur Stichproben gemacht. Das Essen von Rohwurst oder Schweine-Mett aus dem Ausland oder von infizierten Wildschweinen kann gefährlich sein. Auch in Deutschland infizieren sich immer wieder Menschen mit Trichinen.
Bei einer Infektion nisten sich die Larven im Darm ein und wachsen dort zu Würmern heran, die wiederum Larven freisetzen. Diese Miniwürmer wandern durch die Darmwand in die Blutbahnen und gelangen in den gesamten Körper. Die Folgen: Fieber, Übelkeit, Durchfall, schwere Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen. (Quelle: www.stern.de, 1.4.2008)
Salmonellen in Milchprodukten, rohen Eiern, Fleisch und Wurst
Salmonellen können besonders im Sommer in Eiscreme, Pudding oder Rohmilchkäse vorkommen, aber auch in rohem Fleisch oder in Wurst, die bei der Herstellung nicht genügend erhitzt wurde. Riskant sind auch Lebensmittel, die rohe Eier enthalten: Mayonnaise oder Desserts wie Tiramisu. Salmonellen gedeihen bei Temperaturen zwischen 10 bis 47 Grad Celsius, und sogar Einfrieren tötet sie nicht ab - im Gegenteil: Wenn kontaminierte Lebensmittel aufgetaut werden, vermehren sich die Salmonellen sogar.
In der Massentierhaltung sind Salmonellen weit verbreitet: Studien des Bundesinstitutes für Risikobewertung belegen, dass rund zehn Prozent der deutschen Mastputen und etwa dreizehn Prozent der Mastschweine Salmonellen haben - und jede dritte (!) Legehennen-Herde. Die Tiere werden nicht zwangsläufig krank, sie übertragen die Bazillen aber. (Quelle: www.stern.de, 1.4.2008)
Salmonellen-Befall beim Menschen führt zu Durchfall und Übelkeit. Gefährlich kann die Infektion bei älteren oder kranken Menschen sowie Kindern werden.
E-coli-Bakterien
Gesundheitliche Gefahren gehen von bestimmten E-coli-Bakterien aus, die aus der Massentierhaltung stammen: Der weitverbreitete Bakterienstamm E. coli O157:H7 bildet so genannte Verotoxine, die beim Menschen zu gefährlichen Infektionen führen können.
Die Erreger können beim Schlachtvorgang von Rindern ins gesunde Fleisch gelangen. In den USA gibt es jährlich etwa 8.000-16.000 Infektionen mit mehreren Hundert Todesfällen. Die meisten Krankheitsfälle sind im Zusammenhang mit dem Verzehr von Hamburgern in Fast-Food-Ketten in den USA beschrieben worden. Auch die Kontamination von Rohmilch und Rohmilchprodukten mit E. coli O157:H7 wurde nachgewiesen. (Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Schweiz)
Selbst Vegetarier und Veganer können sich nicht in Sicherheit wiegen: Die gefährlichen E-coli-Erreger wurden auch bei Obst und Gemüse nachgewiesen. Ursache: Düngung mit Mist und Gülle.
Radioaktivität in Wildfleisch
Auch über 20 Jahre nach Tschernobyl sind in Süddeutschland Wildschweine immer noch mit hohen Cäsium-Werten belastet. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kann Muskelfleisch durchaus 3000 Bq/kg erreichen. Der Spitzenwert der vergangenen Jahre betrug sogar 65 000 Bq. - der Grenzwert für Wildfleisch liegt bei 600 Becquerel pro Kilogramm. (Quelle: Hamburger Abendblatt, 8.8.2008)
Fleisch essen macht krank
Fleisch ist kein »Stück Lebenskraft«- im Gegenteil: In allen Ländern, in denen viel Fleisch gegessen wird, nehmen die so genannten »Wohlstandskrankheiten« immer mehr zu: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Krebs, Diabetes mellitus, Übergewicht, Knochenerkrankungen, Rheuma usw. Seit vielen Jahren ist verbindlich nachgewiesen, dass Fleisch, Wurst und Fisch für die menschliche Ernährung nicht erforderlich sind - und zudem ein beachtliches gesundheitliches Risiko darstellen. (Quelle: Dr. med. Hans Günter Kugler: »Vegetarisch essen - Fleisch vergessen. Ärzlicher Ratgeber für Vegetarier und Veganer)
Es besteht heute unter Fachleuten kein Zweifel mehr, dass mit einer fleischlosen, vegetarischen Ernährung eine optimale Deckung des Nährstoffbedarfs gewährleistet ist. Bei einigen Erkrankungen, z.B. Bluthochdruck, Rheuma, Fettstoffwechselstörungen, ist eine vegetarische Lebensweise sogar eine der sinnvollsten therapeutischen Maßnahmen überhaupt.
Vegetarier sind gesünder
Der Konsum von Fleisch, Wurst und Fisch ist ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen:
- Fleisch begünstigt Diabetes: Eine hohe Zufuhr gesättigter Fettsäuren kann zu einer Insulinresistenz führen und begünstigt das Entstehen von Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Generell enthalten tierische Produkte sehr viele gesättigte Fettsäuren.
- Fleisch verursacht Übergewicht: Gesättigte Fettsäuren begünstigen die Entstehung von Übergewicht. Übergewicht gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen u.a.m.
- Fleisch schädigt die Knochen: Fleischprodukte enthalten durchschnittlich mehr Phosphor als Calcium. Ein erhöhtes Phosphor/Calcium-Verhältnis hat eine verstärkte Freisetzung von Calcium aus den Knochen zur Folge. Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen einer hohen Phosphataufnahme mit der Nahrung und einem erhöhten Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche.
- Fleisch fördert Entzündungen und Schmerzen: Tierische Produkte enthalten viel Arachidonsäure, woraus sich Entzündungsstoffe bilden. Diese können zur Entstehung von Neurodermitis, Darmentzündungen, Asthma, Arthritis, Arthrose und Rheuma führen.
- Fleisch begünstigt Herzinfarkt und Arteriosklerose: Eine zu hohe Eisenzufuhr, wie sie der Verzehr von rotem Fleisch mit sich bringt, ist eine gefährliche Quelle für freie Radikale, die die Blutgefäße schädigen. Speziell bei Männern steigt das Herzinfarktrisiko.
- Fleisch ist ein Risikofaktor für Krebs: Die NIH, die größte medizinische Forschungseinrichtung der Welt, stellte 2001 ein erhöhtes Krebsrisiko bei Verzehr von rotem Fleisch fest. Aus einer Studie der Universität von Minnesota, die im September 2002 veröffentlicht wurde, geht hervor, dass der Verzehr von gegrilltem roten Fleisch die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs fördert. Eine große Europäische Ernährungsstudie der Epic wies 2006 nach, dass Menschen mit einer Heliobacter-Infektion, die zudem viel Fleisch essen, ein fünffach erhöhtes Magenkrebsrisiko haben. Weltweit ist Magenkrebs die zweithäufigste Krebs-Todesursache. Eine Studie des Ontario Cancer Institute wies den direkten Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und erhöhtem Brustkrebsrisiko nach. Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Vegetarier ein drastisch verringertes Sterblichkeitsrisiko. Wer gesund leben möchte, sollte daher auf Fleisch lieber verzichten.